Beat Kammerlander im Portrait

Beat Kammerlander erblickte 1959 in Nüziders das Licht der Welt. Der „natural born freeclimber“ begann 1977 mit dem Klettern und schon nach wenigen Jahren zählte Beat zur Kletterelite. Als herausragender Protagonist des Sportkletterns hat Kammerlander diesen Sport, wie kaum ein anderer, beeinflußt und geprägt. Schon seit Mitte der 80er Jahre kreiert Beat Kammerlander extreme Sportkletterrouten im Gebirge; durchwegs anspruchsvolle Linien auf hohem Niveau, bei denen er sich selbst und seinem Stil treu geblieben ist.

Seine schwierigsten Routen – Silbergeier, New Age und Unendliche Geschichte – sind die Historie des 10. Grades im Gebirge. So wie seine Routen genießt auch Beat einen Sonderstatus in der Kletterszene. Der Grund dafür wird unter anderem darin zu finden sein, daß Beat auch noch mit vierzig auf Top-Level klettert;

Seine schwierigsten Begehungen im Sportklettern:
Never Mind (11-), Speed (11) und Missing Link (11). Auch an den kleinen Felsen bewegt sich der Meister souverän; beim Bouldern, der reinsten Disziplin des Felskletterns, bewegt er sich souverän bis zum Schwierigkeitsgrad Fb 8a+.

Auch als Alpinist ist Kammerlander eine Klasse für sich. In den letzten Wintern hat Beat mit seinen Erstbegehungen und Solos im extremen Eis gezeigt, dass er auch im Eisklettern die Grenzen des Möglichen verschieben kann. Seine bislang schwierigsten Kreationen an gefrorenen Wasserfällen und im kombinierten Gelände sind „Deja Vue“ (M8), „Marilyn Manson“ (M7+) sowie „Body Count“ (W7). Dass der Mann gar keine Nerven besitzt, hat er mit seinen Alleinbegehungen im Eis bewiesen; in außergewöhnlich schnellen Begehungszeiten kletterte er im Free-Solo durch „Marylin Manson“ (W6), „Rioja“ (W5+) und „Haza“ (W6+). Vielleicht muß man so schnell sein, wenn man ungesichert in einer Grade-6-Route an den Eisgeräten hängt. Mit diesen Alleingängen reiht sich Beat zu den wenigen, einsamen Helden des Eiskletterns, die Routen in diesem Schwierigkeitsgrad free solo klettern.